VITA

Phantasievoll, eigensinnig, anders, … so könnte man die kleine Elisabeth beschreiben. Ja ich war schon immer ein wenig anders, und ich war auch immer ein wenig „verrückt“.

„Eine spinnt immer“, hat mein Vater meist liebevoll gesagt, und in der Regel war von uns 4 Kindern immer ich die, die „gesponnen“ hat. Die aus der Reihe getanzt ist und die nicht so leicht zu begreifen war für die Erwachsenen.

Für mich war das meist eher eine Auszeichnung als eine Beleidigung, denn so wie die Anderen wollte ich ohnehin nie sein.

Irgendwann bin ich damit konfrontiert worden, dass es noch eine ander Form von „Anders“ gibt. Ich war nämlich das Arbeiterkind mit viel zu großen Visionen. Das war scheinbar nicht so gern gesehen in meinem Umfeld. “Schuster bleib bei deinen Leisten” war in meinem Umfeld eine allgemeine Meinung, denn das haben mir meine Lehrerinnen und manche Mitschülerinnen, und leider auch die Eltern meiner späteren Freunde deutlich klar gemacht. Das hat mir wirklich sehr weh getan und ich habe mich noch mehr in „meine Welt“ zurückgezogen.

Aber ich war auch immer sehr mutig. Eines meiner Hobbys in meiner Jugend war das Fallschirmspringen – das Geld dazu habe ich mir übrigens selber verdient, das hätten mir meine Eltern nie und nimmer bezahlt.

1979 habe ich geheiratet. Ich war gerade 20 Jahre jung und schwanger zu unserem ersten Kind.

Heute bin ich Mutter von vier wunderbaren, allesamt erwachsenen Kindern, und ich bin auch schon mehrfache Oma!

Mein Mann ist den größten Teil seiner Berufszeit im Ausland oder zumindest so weit weg, dass er nicht mal schnell zum Abendessen heimkommen kann. Gefühlte 80% der vergangenen Jahrzehnte ist er nur am Wochenende heimgekommen, wenn überhaupt. Unsere jüngste Tochter hat ihren Vater erst kennen gelernt, da war sie schon ein halbes Jahr alt. Damals war er im hohen Norden Chinas. … und es gab noch kein Handy, kein Internet, kein Skype, kein WhatsApp … Telefongespräche musste ich anmelden und viele Stunden später bekam ich eine freie Leitung. Da war es bei uns dann oft mitten in der Nacht … und das zu einer Zeit, als ich mir ohnehin nichts sehnlicher wünschte, als endlich wieder einmal durschlafen zu können.

Ich kann mich zwar nicht als Alleinerzieherin bezeichnen, denn einen gewissen Anteil hat mein Mann natürlich schon zur Erziehung unserer Kinder beigetragen, und das mit Sicherheit auch ganz gut, aber …. na ja, ehrlich gesagt „Alleinerzieherin“ kommt trotzdem dem Gefühl am nächsten, das ich empfinde, wenn ich an diese Zeit zurück denke.

Mein Vater war übrigens auch viel unterwegs und meine Mutter war mit uns vier Kindern auch viel zu viel alleine. Mein Vater hat das aber nicht beruflich gemacht, sondern meist aus purem Vergnügen.

Ich dachte immer, die Ehe meiner Eltern wäre nicht die Beste. Aber heute ist mein Vater tot, und meine Mutter hatte „den besten Mann, den sie sich vorstellen konnte.“ Ach ja, es gibt sie wirklich, die Gnade des Vergessens. Und ich will ihr diese Einstellung auch gar nicht nehmen, denn sie tut ihr offensichtlich gut. Immerhin ist sie weit über 80 Jahre und fährt noch jedes Jahr in den Schiurlaub! Das muss ich ihr erst mal nachmachen, da bin ich weit davon entfernt.

Schon seit meiner Kindheit haben mich schöne Gebäude fasziniert. Ich wollte immer Architektin werden. Aber leider ist dieser Traum schon mit 10 Jahren geplatzt, denn meine Eltern haben mich nicht aufs Gymnasium gehen lassen. Hauptschule, was Anderes kam nicht in Frage. „Wozu Gymnasium, wozu Matura, wozu studieren? Kostet nur eine Menge Geld und dann wirst du ohnehin heiraten und Kinder bekommen und nicht mehr arbeiten gehen“, oder: „diese Studenten sind doch allesamt nur zu faul zum Arbeiten” … Das war die Meinung meiner Eltern – die natürlich durch ihre eigene Geschichte in ihnen gewachsen ist – und die war nie und nimmer von Wohlstand und dem Recht auf Bildung durchzogen – leider! Meine Eltern lebten auf der anderen Seite der Medaille. Da kann ich ihnen also gar keinen Vorwurf machen.

Wir wurden zur Arbeit erzogen. Mein Taschengeld habe ich mir schon mit 11 Jahren mit Hilfsarbeiten verdient …

Ich habe mit sehr, sehr viel Durchsetzungskraft und Sturheit meinerseits doch nach der Hauptschule noch eine weitere Schule besucht, leider ohne Matura, und habe dann auch noch Medizinisch-Technische-Fachkraft gelernt. Aber Medizin war nun mal das zweite Thema, das mich neben der Architektur fasziniert hat.

Die Medizinisch technische Fachkraft habe ich leider wirklich bald nicht mehr ausgeübt (da hat meine Mutter also tatsächlich recht gehabt). Es war einfach nicht möglich mit 4 Kindern und einem Mann der nicht greifbar war. Ich bin zwar einige Male wieder eingestiegen ins Berufsleben, aber jedes Mal ist irgendeine Krankheit, irgend ein Unfall der Kinder dazwischen gekommen, und ich musste erneut aufhören. Erschwerend kommt noch hinzu, dass mein Beruf in meinem Bundesland einfach abgeschafft wurde – ja, sowas gibt es leider wirklich.

Es war um Weihnachten 1987, ich war junge Mutter von 4 Kindern, mein Mann war in China, als ich zum ersten Mal mit Feng Shui in Berührung kam. Was mich daran sofort fasziniert hat, war die logische Verbindung meiner 2 Lieblingsthemen Architektur und Medizin. Es hat mich seither nicht mehr losgelassen, und ich habe mir weltweit wertvolle Lehrer gesucht und immer mehr und mehr darüber gelernt, und mein Wissen durch meine später teils jahrelangen Aufenthalte in China auch noch vertieft.

Noch vor der Jahrtausendwende habe ich mich selbständig gemacht. Ich habe mich in meinen Beratungen immer an die Grundweisheiten des Feng Shui gehalten, aber die Lehre nie strengstens danach praktiziert, wie es in China der Fall ist. Wir sind eine andere Kultur, wir denken, fühlen und handeln anders, als es die Menschen in China machen. Aber die Grundweisheit, die ist genial und allgemeingültig … denn genau diese Ur-Essenz der Gestaltung unserer Lebensräume wird in jedem Teil der Erde praktiziert, sie heißt nur überall anders und die Lehre entwickelt sich in jedem Land entsprechend dem kulturellen Kontext leicht abgewandelt. Das habe ich sehr bald herausgefunden.

Natürlich bin ich nicht einfach „nur“ Beraterin gewesen – das entspräche gar nicht meinem Naturell. 🙂 Ich habe es in meinem Fachbereich bis zur Bundesvorsitzenden für Lebensraum-Consulting in der Bundeswirtschaftskammer (in Wien) geschafft und auch noch einen Lehrgang am Wirtschaftsförderungsinstitut in Linz initiiert.

2004 hatte ich einen schweren Unfall, nach dem es mir viele Jahre emotional sehr schlecht ging. Ich bin beim Wandern auf dem Eis ausgerutscht und auf den Kopf gefallen. Dadurch ist ein Gefäß eingerissen und in Folge hatte ich einen Kleinhirninsult – zum Glück ist alles gut ausgegangen und heute bin ich wieder kerngesund.

Meine Feinfühligkeit, meine Hellsichtigkeit sind nach meinem Unfall noch viel intensiver geworden. Ich konnte immer tiefer hinein gehen in eine „andere“ Welt, in ein anderes Verstehen.

Wenn ich in Beratung war, war ich ein glücklicher Mensch, da stand ich in voller Blüte und Lebensfreude. Wieder daheim bin ich mehr und mehr zusammengesunken, da ich ja nach meinem Unfall noch gar nicht wieder in meiner vollen Energie war, und jede Beratung mit dem gesamten Aufwand rundherum mir viel Energie abverlangt hatte.

Bald bin ich immer tiefer in eine Depression gefallen, aus der ich jahrelang keinen Ausweg mehr gefunden habe.

Vor Jahren habe ich dann alle meine Funktionen in der Wirtschaftskammer, und kurz darauf auch meine Selbständigkeit zurückgelegt, und habe meinen Mann für ein paar Jahre zuerst nach Nordchina und dann nach Shanghai begleitet, wo er in der Autoindustrie tätig war. Es war eine interessante Zeit in der ich auch sehr viel gesehen und gelernt habe. In dieser Zeit habe ich einen Blog für meine Familie geschrieben, den ich auch erfolgreich hierher in meine neue Homepage transportieren konnte.

  • Weil ich China als ein Land erlebt habe, das ständig nach der Superlative strebt, was manchmal sehr seltsame Blüten hervorbringt … habe ich das Land scherzhaft als “Wunderland” bezeichnet. Ja und weil ja der Weg vom Wunderland zu Alice kein weiter ist, habe ich mich leicht abgewandelt als “Elis im Wunderland” bezeichnet. Es war also zumindest beim Schreiben teilweise eine humorvolle Zeit. Aber auch eine sehr, sehr einsame Zeit. Mein Mann hatte kaum Zeit für mich … und meine Familie, meine Freudinnen und Freunde waren so weit weg.

 

Meine Depression wurde leider immer dramatischer.

Aber irgendwann hatte ich wohl die Talsohle erreicht.

  • Eines weiß ich heute sicher: Ich war immer eine starke Frau! Das meine ich jetzt nicht nur auf das Äußere bezogen. Da stimmt es natürlich leider auch.
    Aber auch charakterlich war ich eine wirklich starke Frau, ein Fels in der Brandung. Das war mir (aus meinem heutigen Empfinden sage ich: dummerweise) auch immer sehr, sehr wichtig! – Und weil man seine Fähigkeiten auch stets trainieren muss, hat mir das Schicksal so viele Herausforderungen geboten, damit ich meine Stärke ausgiebig trainieren und unter Beweis stellen kann. 😉

Ich habe mich ehrlich gesagt schon manchmal gefragt, ob es nicht klüger wäre, schwach zu sein, bedürftig zu sein … Aber, „so etwas tut man einfach nicht!“ 😉 – Außerdem, wer hätte mir helfen sollen, ich war ja meist alleine. Und durch meinen mittlerweile mächtigen Schutzpanzer hätte ohnehin niemand mehr durchdringen können. 😉

  • Ich habe die meisten Probleme besser gelöst als alle Anderen, ich war also auch eine Gewinnerin.
    Eine Gewinnerin packt ein Problem an, eine Verliererin geht darum herum. Ich war eine Gewinnerin – (fast) immer. Darum habe ich auch immer wieder Probleme bekommen, damit ich sie so richtig anpacken kann. 😉 Übrigens, jene Aufgaben, bei denen ich von vorne herein überzeugt war, dass sie eine Nummer zu groß für mich wären, die habe ich klugerweise gar nicht erst in mein Denken gelassen.
  • Ich war also auch eine kluge Frau, und kluge Frauen finden Lösungen für alle Aufgaben. Wenn ich sie nicht gleich fand, dann habe ich so lange studiert und probiert, bis ich die Lösung gefunden hatte. Ich hatte ja zum Glück genügend praktische Trainingsbeispiele, und jeden Tag kamen neue dazu. 😉

Bis … , ja bis ich mich eines Morgens in den Spiegel geschaut habe und ganz laut gerufen habe:

STOP !!!

Und dann habe ich meinen Focus und meine Gedanken geändert!

So wie es meinem Naturell entspricht, konnte ich mich dank sehr viel Eigenengagement und einem langen Urlaub auf Sri Lanka bald befreien aus meiner finsteren Höhle.

Mache ich Irgendjemandem einen Vorwurf, weil manches in meinem Leben nicht so verlief, wie es meiner Idealvorstellung entsprochen hätte? NEIN, das steht mir nicht zu. Ich habe mir mit meinen Gedanken mein Leben selbst kreiert und ich hatte meine hervorragenden Mitspieler.
Am eigenen Leib zu erleben, dass unsere Gedanken WIRKLICH unser Schicksal sind, war sehr ernüchternd für mich. Gewusst habe ich das ja schon lange, aber … offensichtlich brauchte ich auch noch Beweise. 😉

 

Achte auf deine GEDANKEN, denn sie werden deine WORTE!
Achte auf deine WORTE, denn sie werden deine TATEN!
Achte auf deine TATEN, denn sie werden deine GEWOHNHEITEN!
Achte auf deine GEWOHNHEITEN, denn sie werden dein CHARAKTER!
Achte auf deinen CHARAKTER, denn er wird dein SCHICKSAL!

(Jüdischer Talmud)

 

Heute bin ich noch immer eine starke Frau! Eine Gewinnerin! Eine kluge Frau! Und ich bin auch eine mutige Frau!

Im Unterschied zu früher habe ich heute glückliche Gedanken und daher ein glückliches Leben. Das heißt nicht, dass ich nicht auch manchmal traurig bin, hart arbeiten muss, frustriert bin, oder mich auch manchmal so richtig ärgere (meist sogar über mich selbst), aber ich habe schöne ZIELE, auf die ich zusteuere, ich habe meinem Leben SELBER wieder SINN gegeben, und das mache ich jeden Tag besser und besser.

 

Ich sprühe wieder vor Tatendrang und unbändiger Lebensfreude, und ich bin auch glücklicherweise wieder selbständig – ich habe es soooo vermisst.

 

Selbst wenn mir mal auch noch so viele Stolpersteine am Weg liegen würden, sie könnten mich nicht abhalten vom Glücklichsein.

 

Jeden Tag darf ich aufs Neue erfahren, wie großartig sich Glück anfühlt – Glück, das nicht von außen auf mich zukommt, sondern das ich aus mir

selbst heraus empfinde und nach außen trage.

 

Glück ist grenzenlos, wenn wir es zulassen!

Ich möchte es leicht abgewandelt mit Jim Rohn und Mahatma Gandhi sagen:

Dein Leben wird sich erst verändern,

wenn DU dich veränderst!

 

Sei also DU SELBST die Veränderung,

die du dir wünschst in deinem Leben!

 

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