100 plus – Wie du den Pensionsschock sicher vermeidest

100 plus – Wie du den Pensionsschock sicher vermeidest

Herz Pension Pensionsschock Ruhestand ist kein Stillstand

PENSIONSSCHOCK ... ODER WAS?

Karl

Wie gründlich er sich doch auf die Pension vorbereitet hatte, und nicht nur das, er hat sich auch wirklich riesig gefreut darauf. "Der Herbst des Lebens ist ein Geschenk!", das hat er immer und überall ganz entschieden betont. „Da kann ich dann endlich all die Dinge ausgiebig nachholen, die ich schon so lange auf meiner To-Do-Liste stehen habe!“

Karl war Personalchef in einem großen Unternehmen. Das reguläre Pensions-Antrittsalter von 65 Jahren wollte er nicht abwarten, denn er hatte noch so viel vor.

Als die Möglichkeit angeboten wurde, schon mit 62 Jahren in Pension zu gehen, musste er nicht lange nachdenken - der Nachfolger stand fest und war seit Jahren gut eingearbeitet. Der finanzielle Abschlag war auch zu verkraften, also adieu Angestellten-Leben.

Welcome Pensionsjahre.

Wenn man mit so viel Freude und noch dazu freiwillig die Pension antritt, dann kann ja nichts mehr schief gehen.

Karl ist ein strategischer Planer, deshalb hat er den Eintritt in die Pension wirklich präzise geplant. Reisen, viel reisen, lesen, lernen, noch viel mehr lernen, Freunde besuchen …

OK, so viele Freunde sind es eigentlich nicht, ist ja nicht einfach, Freundschaften aufrecht zu halten, wenn man voll in den Job eingebunden ist.

Egal, das Leben macht Spaß, und das ist was am Ende zählt. Seit einem halben Jahr macht er nur noch, was ihm Freude macht.

Karl hat Schmerzen .. Notarzt .. Hinterwand-Infarkt .. 5 Stents – gerade noch mal gut gegangen.

Was war schief gelaufen?

Einmal Chef, immer Chef? Karl war es gewohnt, morgens in seinen am Abend zuvor bereit gelegten Anzug samt Krawatte zu schlüpfen, ins Büro zu fahren, und gleich mal von den Damen des Büros verwöhnt zu werden. „Guten Morgen Herr Doktor. Darf ich Ihnen einen Kaffee bringen, die Post habe ich Ihnen schon bereitgelegt. …“

Seine Anzüge hängen mittlerweile verwaist im Schrank. So viele Gelegenheiten für so viele Anzüge gibt es nicht mehr.

Seine Frau begrüßt ihn nicht mit „Herr Doktor“, und sie serviert ihm auch nicht den Morgenkaffee. Stattdessen wünscht sie sich, dass er im Haushalt hilft und auch mal den Rasen mäht …

Seine fachliche Meinung ist daheim nicht wirklich viel wert und es ist Niemand da, dem er Anweisungen geben könnte. Niemand bewundert was er weiß, was er kann, was er macht. Niemand braucht es wirklich. Viele der sogenannten Freunde sind auch nicht mehr so nett, weil sie sich keine Gefälligkeiten mehr erwarten können.

Aber solche Gedanken lässt Karl nicht zu. 2Von wegen Pensionsschock ... wie lächerlich!"

Karl sieht keinen Zusammenhang zwischen der Pensionierung und seinem Infarkt. Der Pensionsantritt ist ihm aus seiner Sicht gelungen, denn er hatte sich ja bestens vorbereitet und so sehr darauf gefreut. Mit dem Infarkt hat er halt einfach Pech gehabt.

Was, wenn …

Was, wenn doch ein Zusammenhang besteht ... wenn Pensionsschock nicht doch einfach nur ein Wort ist?

Hätte es etwas verändert, wenn sich Karl nicht nur physisch sondern auch emotional auf die Pensionierung vorbereitet hätte. Wäre ihm dann der Infarkt erspart geblieben? Wer weiß das schon, aber …

Mens sana in corpore sano (Juvenal)

In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist – ein Spruch, der sich Jahrtausende lang hält, kann nicht falsch sein. Körper und Geist, die beiden gehen Hand in Hand. Ist der Geist frisch, ist es auch der Körper. Ist der Körper frisch, ist es auch der Geist.

Das was uns von Natur aus mitgegeben ist, ist der Status Quo. Diesen Status Quo permanent zu fordern und zu fördern ist unsere Lebensaufgabe, damit Körper und Geist gesund bleiben.


Faktoren, die einen Pensionsschock fördern können - und Nur Du kannst das ändern

Dein Leben ergibt scheinbar keinen Sinn mehr.

Warte nicht darauf, dass dein Lebenssinn von außen auf dich hereinströmt. Das wird nicht passieren. Den Sinn in deinem Leben kannst du dir nur selber geben, kreieren, erschaffen … Du kannst ihn daher auch nur selber verloren haben, also gib keiner anderen Person Schuld an deiner Situation - um es gleich mal vorbeugend erwähnt zu haben. 

Natürlich ist es nicht immer einfach, sich den Sinn wieder zurück zu holen. Dazu brauchst du in der Regel Hilfe von psychologisch ausgebildeten Personen.

Wenn es aber nur eine ganz kleine Sinnkrise ist, die doch immer wieder mal einholen kann, dann kannst du dir auch noch ganz gut selber helfen. Wie, erfährst du in Kapitel „Dem Leben den Sinn zurückgeben“


Du fühlst dich nicht mehr anerkannt, vielleicht nicht mal mehr geliebt

Wir brauchen Anerkennung und Liebe - so dringend wie du Luft zum Atmen. 

Gib zu, auch du willst geliebt sein. Aber leider kommt die Liebe nicht wie eine rosarote Wolke über dich hereingezogen.

Du musst dich erst mal selber bedingungslos lieben, damit du für andere Menschen liebenswert bist. Ich sage es zur Sicherheit noch einmal: BEDINGUNGSLOS! Leider haben wir das nie gelernt, im Gegenteil, uns wurde eher beigebracht, dass wir uns selber nicht so wichtig nehmen sollen.

Egal, Vergangenheit ist vergangen. Gestern ist vorbei, jetzt ist jetzt, und jetzt kannst du damit anfangen, dich selbst zu lieben, dich Wert-zu-schätzen, und mit dir selbst glücklich zu sein. Es hilft ungemein, wenn du dich frei von den Anderen machst, und wenn du das Leben so gestaltest, dass du dir erst mal selbst genug bist.

Du wirst merken, bald finden deine Mitmenschen das interessant … Sie merken, dass du völlig entspannt bist … Sie merken, wie gut dir das tut … Sie wollen dir nahe sein, damit sie auch so werden wie du.

So bekommt der alte Spruch gleich doppelte Bedeutung: „Wer mit sich selber zufrieden sein kann, wird nie einsam sein!“


Du fühlst dich nicht mehr gebraucht

Die Kinder sind außer Haus, die Enkelkinder brauchen keinen Babysitter mehr.

Und jetzt ist auch (bald) der Job Geschichte! 

Nicht mehr ausgefüllt mit Mutter, Vater, Oma, Opa, ... sein. Kein Job! Wer bist du dann eigentlich noch?

Naja, DU halt!

Du und nur du. Sprich doch gleich einmal ganz laut deinen Vornamen aus, damit du dir ganz sicher sein kannst, dass es dich noch gibt. Ich bin "..."

Fällt dir auf, dass wir das ganz selten machen. Wir definieren uns fast ausschließlich über Rollen. Ich bin Techniker, ich bin Friseur, ich bin Lehrerin, ich bin Hausfrau, ich bin Vater, ich bin ...

Wenn diese Rollen dann ausgedient haben, empfinden wir traurige Leere.

Dabei ist das doch nur ein kleiner Teil von dir. Du bist in Wirklichkeit doch viel mehr.

Wenn eine der Rollen weg fällt, dann können wir doch sofort andere Rollen erstarken lassen.

Aber welche?

Jetzt ist es wirklich an der Zeit, mal herauszufinden, wer du für dich alleine bist. Ganz alleine nur DU.

Und in welcher Tätigkeit findest dieses Du noch Erfüllung, außer im Sein? Beim Träumen, Garteln, Kochen, Geschichten-erzählen, Basteln, Reisen ....


Du fühlst dich alleine

Möglich, dass du ohne Partnerin, ohne Partner lebst. Vielleicht waren deine KollegInnen dein Ersatz für eine Partnerschaft. Und nun geht dir mit dem Job auch noch diese menschliche Bindung flöten. 

Du kannst dich jetzt in die Einsamkeit hinein lamentieren. Oder du erkennst, dass die Welt voll ist mit andren Menschen ... 

"Ich kann mich doch nicht einfach mit anderen Menschen treffen ... Außerdem sind die doch alle so komisch, sonst wäre ich ja schon längst befreundet ..."

Hm, wenn alle Menschen komisch sind, dann ist der einzige gemeinsame Nenner eigentlich einfach heraus zu finden, oder ??? Zugegeben, das war jetzt provokant!


Dein Partner, deine Partnerin teilt deine Träume nicht

Muss er /sie auch nicht. So lange immer noch ein paar Bereiche bleiben, die euch verbinden, ist das OK. Wenn auch das fehlt, dann solltest du vielleicht mutig über eine Veränderung nachdenken. Da kann dir sicher eine gute psychologische Beratung helfen.


Warum spricht man überhaupt von "Pensionsschock"?

Einen Schock erleiden wir, wenn etwas plötzlich passiert. Auf die Pension können wir uns noch so gut vorbereiten, in der Regel kommt sie dann doch plötzlich - von einem Tag auf den anderen. Auf einmal ist es Realität.

DER PENSIONSSCHOCK TRIFFT DICH UMSON HÄRTER, JE WENIGER UD MIT DIR SELBER ANFANGEN KANNST 

Wer bist du und was will dein Du sein und machen? 

Das gilt es herauszufinden. Wie, da werden wir noch dazu kommen. Und dann, wenn du das gefunden hast, dann ab mit dir ins TUN und ERLEBEN. Und ins VERNETZEN. 

"Wenn ich alleine träume, ist es ein Traum. Wenn wir miteinander träumen, ist es der Anfang der Wirklichkeit!"

Vernetzte dich!!!

Du wirst gebraucht! Nichts in deinem bisherigen Leben war umsonst. Du hast auch nichts umsonst gelernt. Wissen, Anleitungen, Ideen, Kommunikation, alles wird gebraucht!

Verlinke dich mit Gleichgesinnten, mit gleichen Interessensgruppen. Im WorldWideWeb oder in der Realität. Geh auf Gruppentreffen, wenn es eine Gruppe in deiner Nähe gibt.

Es gibt auch Menschen außerhalb deiner Familie und deiner bisherigen Freunde! SEI OFFEN!

Stay connected!

Ja, natürlich, diese Menschen sitzen nicht kuschelnd mit dir am Abend vorm Kamin und philosophieren über Dies und Das.

Sie gehen aber auch nicht mit schmutzigen Schuhen durchs Wohnzimmer und lassen nicht ihre Schmutzwäsche überall liegen ... Alles hat zwei Seiten, wie man sieht.

Konzentriere dich auf deine Vorteile, nicht auf das, was du vermisst.

Ab sofort also keine Ausflüge ins Jammertal mehr

Wenn du das Empfinden hast, dass das Leben seinen Sinn verloren hat, wenn du dich nicht geliebt fühlst, wenn du das Gefühl hast, nicht gebraucht zu werden, dann macht das Leben wirklich keine Freude mehr. 

Das macht uns in Folge depressiv.

Zuerst verändert sich die Mimik, dann die Körperhaltung, der Gang.

Bald verengt sich das emotionale Gesichtsfeld, man wird introvertiert, konzentriert sich mehr auf das was passieren könnte, als auf das was ist.

Schließlich speichert jede Zelle diese Veränderung als Normalzustand ab – um es mal bildlich zu erklären.

Die Folge ist eine Krankheit (im Fall der Pensionierung eben oft der sogenannte Pensionsschock), die laut Psychosomatologie dort auftritt, wo unser Problem am stärksten verankert ist.

Das ist natürlich sehr vereinfacht dargestellt, aber durchaus nachvollziehbar. Ich frage dich allen Ernstes:

WILLST DU DAS?

 

Du bist, was du denkst

Das Leben ist keine Hollywood-Romanze. Es ist vielmehr ein Spiegel unserer Seele, die Manifestation unserer Gedanken. Wenn Neid, Angst, Wut, Mangel, Trauer, … vorherrschen, dann kann man die Geschenke des Lebens nicht wahrnehmen.

Wenn jedoch Urvertrauen, Freude, gesunde Neugier, Lust, Liebe, … Regie führen, dann wird das Leben genau dies widerspiegeln, immer öfter ...

„Also, ich war so optimistisch, dass nichts passiert, und dann …“ - Oje, finde den Fehler!

Man kann nicht OPTIMISTISCH sein, dass NICHTS PASSIERT. Das ist ein Widerspruch in sich. Es heißt, ein negativer Gedanke (und wenn es nur ein Hauch davon ist) ist stärker als hundert positive Gedanken.


Schau ins Licht, dann sind die Schatten hinter dir!

Glücklichsein ist also keine Glückssache, sondern erfordert erst mal einen starken Willen und hartes Training. Und wie bei jedem Training wird sich irgendwann der Erfolg einstellen.

Lächeln!

Kopf hoch, Schultern zurück, Rücken gerade, lächeln. Immer wieder, immer öfter, immer.
Schon Vera Birkenbihl hat von der Wichtigkeit und Effektivität des Lächelns gesprochen – Schau dir die Videos an, sie sind wirklich köstlich-wertvoll-interessant.

In Video 2 sagt Vera Birkenbihl: „Wenn sie Lachen, produzieren sie Freudehormone, und Freudehormone fressen Kampfhormone auf.“ Wie genial …

https://youtu.be/LtPZ3gKAZs0

https://youtu.be/tOEbI9o-xrY

https://youtu.be/luk8x1szxrE

Absolut nachahmenswert! Es wirkt!

 

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Elisabeth_20190713

Jg. 59, Vollblut-Frau, Genießerin, Partnerin, Mutter, Oma, ... Ich bin ein Naturkind,  Medizinisch technische Fachkraft, Feng-Shu-Beraterin ... und begeisterte  Hobby-Philosophin - mehr über meine Qualifikationen findest du im Link

 

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