“… denn in ihr gedenke ich zu leben!”

“… denn in ihr gedenke ich zu leben!”

2015-01-09 GARTEN 0

Um es frei nach Einstein zu formulieren: “Mehr als die Städte interessiert mich die Natur, denn in ihr gedenke ich zu leben.”

Meine Pension werde ich sicher fast nur noch im Garten verbringen – wenn ich nicht gerade die Welt bereise, denn Natur ist überall ein Erlebnis. Ob man in der Erde gräbt, am Meer treibt oder in die Berge geht, die Erkenntnis ist immer die Gleiche: Gott muss uns unendlich lieben, dass er uns solche Juwele zu Füßen gelegt hat.

Ich interessiere mich seit meiner Kindheit für die Natur, und bin immer noch am Lernen – heuer werden die Bienen zumindest in der Theorie ein wichtiges Thema sein.

Ich finde, an den Erkenntnissen aus dem Garten, auch wenn es mal erfolglose Versuche waren, soll man so viele Menschen wie möglich teil haben lassen. Ich freu mich über jede Person, die ich damit ermutigen kann, selber in der Erde zu graben. Die Ernte des eigenen Gemüses ist so ein Vergnügen, das muss man erlebt haben.
Zumindest auf einem Blog kann ich davon ausgehen, dass mir niemand eine vorgefertigte Meinung reindrücken will. Wo Menschen aus wirklicher Erfahrung ehrlich schreiben (daher lese ich nur solche, die auch ehrlich mal einen Misserfolg zugeben), da fühle ich mich gut aufgehoben. Arbeiten im Nutz-Garten soll nicht dem Mainstream folgen, sondern der ehrliche und unermüdliche Versuch sein, die Natur zu verstehen und immer tiefer und tiefer mit ihrem natürlichen Kreislauf zu verschmelzen.

Die heurigen Experimente im Gemüsegarten sind schon am Laufen:
Mein Motto für 2015: wo immer möglich ansamen statt anpflanzen! Und das nach Möglichkeit auch besonders früh – und zwar weitgehend ohne Folie. Ich glaube, in der Erde erfriert ein Same nicht so schnell. Ich möchte die Samen nicht künstlich warm halten, damit ich nicht ein warmes Klima vortäusche und zum falschen Zeitpunkt zum Keimen anrege. Der Same weiß doch selber am besten, wann er die idealen Bedingungen zum Keimen findet. Das macht die Natur doch immer so.

Im November habe ich nach Gertrude Franck´s Empfehlung Karotten angesamt. Schauen wir mal, ob sie überleben bzw. einen merkbaren Vorsprung gegenüber den Frühjahrsgesamten haben werden. Die Zwiebeln stecken auch schon zwischen den Reihen.

 

So soll es ausschauen, na schaun ma mal, ob das heuer wieder gelingt
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Den Fensterbrett-Vorzucht-Garten werde ich heuer sehr klein halten. Es blutet mir jedes Mal das Herz, wenn ich meine mühselig vorgezogenen Pflanzen raussetze und am nächsten Morgen finde ich an ihrer Stelle nur noch vollgefressene Schnecken. Heuer lege ich die Samen tief in die Erde, und zwar sicher noch vor den Eisheiligen, denn wie oft habe ich schon erlebt, dass mir zB Kürbisse wild aufgegangen sind. Da haben die Samen ja auch den Winter draußen überstanden …
Im letzten Frühling habe ich auch irgendwann resigniert nur noch Samen in die Erde gesteckt, um wenigstens ein paar Kürbisse … zu haben. Und siehe da, wir hatten welche. Zwar wenig, weil ich die Samen erst Ende Mai gelegt habe, aber genau diese Pflanzen wurden dann von den Schnecken verschont.
Wenn mein Kürbis-Samen Versuch diese Gartensaison gelingt, dann werde ich sicher heuer im Herbst schon den einen oder anderen Samen in die Erde legen und darauf hoffen, dass er den Winter gut übersteht.
Das Problem ist ja nicht das Aussamen, sondern das Markieren über den Winter, damit man im Frühjahr noch genau weiß, wo man schon was gesamt hat ☺.