Wo bleibt das Lachen …

Wo bleibt das Lachen …

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Ein Lachen oder zumindest ein Lächeln wäre wirklich sehr hilfreich gewesen.

 

Wir hatten 3 wunderschöne Tage in Portoroz erlebt.

Es hätte nicht perfekter sein können. Ich liebe es, wenn mein Mann entspannt ist, wenn wir viel lachen und wirklich nur machen, worauf wir gerade Lust haben.

Mein Mann bekommt da so eine tiefe innere Zufriedenheit, da erkenne ich wieder den Mann, in den ich mich einst verliebt habe. Leider raubt uns der Alltag all zu oft diese Gelassenheit - oder besser gesagt, wir lassen sie uns rauben.

Aber wir haben uns dieses Thema zumindest schon bewusst gemacht, und arbeiten daran, es anders zu machen.

 

Ein paar Tage Urlaub wirken oft wahre Wunder

Im Herbst hatte mein Mann einen Herzinfarkt. Zum Glück hat er sich sehr gut erholt und er ist auch wieder aktiv wie eh und je. Aber wirklich weit weg reisen wollte ich doch nicht. Wir waren eh schon in so vielen Ländern, man muss ja nicht immer weit weg fliegen (obwohl ich für mein Leben gerne fliege). Die Schönheiten liegen ohnehin auch vor unserer Haustüre ... bzw. innerhalb von ein paar Autostunden erreichbar ...

 

Ich hatte Sehnsucht nach dem Meer

Manchmal muss es einfach das Meer sein, und wir haben zum Glück auch ein wunderbares Hotel in Portoroz gefunden - darüber wird es einen eigenen Artikel geben. Unser Aufenthalt hätte wie gesagt nicht schöner und perfekter sein können.

Umso unerfreulicher war die Heimreise. Mein Mann wollte ein bisserl zu viel in diese Fahrt hineinpacken. Er wollte sogar spontan noch einen Besuch machen, der einen langen Umweg bedeutet hätte. Das hätte mir grundsätzlich auch sehr gut gefallen, aber das war logistisch dann doch ein zu großer Aufwand, der eine zusätzliche Übernachtung erfordert hätte. Auf keinen Fall wollte er so schnell wie möglich von A nach B fahren, sondern noch da und dort den Tag genießen. Da spricht ja nichts dagegen, ich mag das normalerweise auch ganz gerne. Aber aus unerklärlichen Gründen hat es mich an diesem Tag total genervt.

 

Dabei war das garnicht der wirkliche Grund meines Ärgers

Im Rückblick muss ich wieder mal feststellen, dass ICH ein großes Problem damit habe, wenn etwas Schönes zu Ende geht. Ich war innerlich so frustriert, dass diese Tage vorbei sind, dass ich keine positive Stimmung, kein Lachen mehr in mir erzeugen konnte.

Und obwohl ich WUSSTE, dass es mir ja schon mit einem Lächeln besser gehen würde .... habe ich mich mit aller Gewalt dagegen gewehrt. Ich wollte scheinbar unbedingt schlecht drauf sein.
Natürlich war mein Mann aus meiner Sicht nicht ganz unbeteiligt an 
der Situation, aber das möchte ich nicht extra kommentieren.

 

Das ist ein echt schlimmes Gefühl

Ich habe sehr wohl bewusst wahr genommen, dass ich gerade ein wirklich ekeliges Programm fahre, aber ich hatte mich darin so fest gebissen, dass ich davon garnicht mehr weg konnte/wollte(???).

Mein Mann hat die Welt nicht mehr verstanden - irgendwann hat er resigniert und ist geradewegs nach Hause gefahren.

 

OMG, das ist nicht gut.

Aber zumindest war mir die ganze Situation so klar bewusst gewesen, als würde ich von oben auf mich herab schauen und mich beobachten.

Jetzt im Rückblick kann ich sogar präzise sagen, wann die Situation anfing, unkontrolliert zu werden.

Ich weiß, dass ich beim nächsten Mal viel früher artikulieren muss, dass ich so unglaublich traurig bin, dass die schönen Tage wieder zu Ende sind, und dass ich momentan garnicht weiß, wie ich diesen Schmerz bewältigen kann.

Im Moment wo ich das schreibe, denk ich mir "Trauer"? ... "Schmerz"? .... Das sind aber schon gigantisch überzogene Begriffe, nur weil der Urlaub aus ist - aber in dem Moment habe ich es wirklich so empfunden.

Hätte ich es angesprochen, hätte ich mich einfach ein bisserl ausgejammert und selbstbemitleidet*, dann wäre das schnell vorbei gewesen, und ich hätte auf der Heimreise wieder lachen und die Fahrt genießen können.

Aber ich hatte alles in mich "hineingefressen", und dann hat es nicht viel gebraucht, dass ich immer grantiger und grantiger wurde. Traurigkeit wollte ich ja offensichtlich nicht zulassen. Wie verrückt!

ErnährungsberaterInnen würden mir jetzt sicher erklären, dass ich wahrscheinlich das Falsche gefrühstückt hätte. OMG, so eine Erklärung hätte mir noch gefehlt an diesem Tag. 😉

Ich habe mir sogar innerlich zugerufen, dass ich endlich das Gesicht zu einem Lachen verziehen soll, damit ich wieder besser drauf bin. Aber je mehr ich es mir zugerufen hatte, umso mehr habe ich mich dagegen gewehrt.

DAS war eindeutig DAS LETZTE MAL, dass ich so reagiere. DAS kann ich besser, und das MACHE ICH BESSER!

Keep smiling - denn Lachen ist wirklich die bessere Medizin!

 

Kennst du das auch, wenn man sich selber nicht mag, und unfähig ist, etwas dagegen zu tun? ICH habe mir geschworen, dass das definitiv DAS LETZTE MAL war, dass ich so unklug reagiere!

 

*In ihrem Buch "Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast" schreibt Barbara Sher, dass man sich täglich ein paar Minuten Zeit nehmen soll, um sich mal so richtig ausgiebig zu bedauern. "Ich bin so arm ...." - um dann für den Rest des Tages keine diesbezüglich negativen Gedanken mehr zuzulassen.

Ich werde das jetzt machen, denn theoretisches Wissen ist in so einem Fall gar kein Wissen! 😉




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  • Elisabeth Mitterschiffthaler sagt:

    Erleichtert! Es geht wieder … Ich kann wieder aus ganzem Herzen lachen. War auf der tollen Geburtstagsparty meiner lieben Freundin. Habe mich mit so vielen netten, interessanten, wertvollen Menschen unterhalten. Wir haben miteinander gelacht, getanzt, gesungen, geträumt … Es hat so gut getan und hat meine Stimmung wieder ins Unermessliche gehoben. Das Leben ist einfach schön – wenn man bereit ist, die Schönheiten zu sehen und anzunehmen.
    Wisst ihr was mir auf dieser Party – auf der ich mit Abstand die älteste Frau war – aufgefallen ist? Es gibt so viele natürlich hübsche junge Frauen … Ich hatte den Eindruck, ihr Geheimnis ist ihr Selbstbewusstsein und das Erkennen ihres Selbstwertes!
    Well done Mädels!

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